Mitarbeiterin beim Gremiumstreffen der pflegenden Angehörigen in Weilheim
–– Treffen des Angehörigen-Gremiums in Weilheim

Bei Interesse und Fragen zu
Demenz-Wohngemeinschaften rufen Sie uns an:

Frau Vlasta Beck
08841 / 4 85 48 14
v.beck@maro-genossenschaft.de

Ambulant betreute Pflege- und Demenz-Wohngemeinschaften

Das Thema Demenz gehört zu den größten Herausforderungen unserer älter werdenden Gesellschaft. Wenn es zuhause nicht mehr geht, wünschen sich viele für die Betreuung ihrer Angehörigen eine angenehme, wohnliche Umgebung mit professioneller Pflege und der Möglichkeit, weiterhin aktiv und verantwortlich für den Angehörigen da sein zu können. Die ambulant betreuten Demenz- und Pflege-Wohngemeinschaften der MARO bieten die Lösung zwischen häuslicher Betreuung und stationärem Pflegeheim. Die mit maximal zehn Bewohnern sehr familiär ausgerichteten Wohngemeinschaften ermöglichen den Bewohnern einen weitgehend normalen, lebensbejahenden Alltag mit Respekt, Würde und freudvollen Augenblicken. Auch die Kosten bewegen sich trotz deutlich mehr Betreuungsleistungen im Rahmen einer spezialisierten Demenz-Station. Diese Form der Wohngemeinschaft bietet gerade im ländlichen Raum eine große Chance und wird daher auch vom Freistaat Bayern ausdrücklich befürwortet und gefördert.
Mit Demenz leben – selbstbestimmt und in einer wertvollen Gemeinschaft – dafür steht MARO.

Professionelle Pflege, Mitbestimmung und ein Leben mit Sinn

Für die Angehörigen – für den Partner und auch die Kinder und Enkelkinder – ist es ein oft nur schwer zu ertragender Schritt, den an Demenz erkrankten Verwandten der gewohnten Umgebung zu entreißen und in fremde Obhut zu übergeben. Nichts mehr beitragen zu können und nicht an der Betreuung aktiv teilnehmen zu können, führt oft zu einem Gefühl der absoluten Ohnmacht.

Die MARO Demenz- und Pflege-Wohngemeinschaften bieten ein Umfeld, in dem sich die Angehörigen aktiv einbringen können und im Angehörigen-Gremium sogar die Entwicklung der gesamten Wohngemeinschaft mitbestimmen – in pflegerischen und organisatorischen Angelegenheiten, aber auch im Alltag. Gleichzeitig ist eine professionelle Pflege im Haus gesichert. Die mit maximal zehn Bewohnern sehr familiäre Atmosphäre und die besondere Form der Betreuung sorgen dafür, dass sich die Bewohner wohlfühlen und der Krankheitsverlauf vielfach abgemildert wird.

Stilvolles Zimmer einer Bewohnerin in der Demenz-Wohngemeinschaft in Weilheim.
–– Demenz-WG Weilheim

Bei Interesse und Fragen zu
Pflege-Wohngemeinschaften rufen Sie uns an:

Ingrid Schmidt-Endraß
0176 / 10 32 73 36
i.schmidt-endrass@maro-genossenschaft.de

Das spricht für die MARO Demenz- und Pflege-Wohngemeinschaft – darauf kommt es an:

  • Das „normale Leben“ geht weiter: Die Bewohner dürfen alltägliche Tätigkeiten verrichten und behalten wichtige soziale Kompetenzen vielfach länger als im Pflegeheim.
  • Die Lösung für Bewohner und Angehörige: Die Möglichkeiten, sich aktiv in Pflege und Gemeinschaft einzubringen, sind vielfältig. Im Angehörigen-Gremium nutzen Sie viele Möglichkeiten zur Mitbestimmung und Gestaltung (z.B. Pflegedienst, Personalschlüssel, Speisepläne, Einrichtung und Alltag) und sind so mit Ihrem Angehörigen auf besondere Weise verbunden.
  • Zeit für mich: Durch die Entlastung erhalten Angehörige wieder Zeit für sich.
  • Vertrautheit und Nähe: Die Wohngemeinschaften sind mit maximal zehn Bewohnern sehr familiär ausgerichtet. Die Nähe zum bisherigen Wohnort schenkt den Bewohnern zusätzliche Vertrautheit.
  • 24 Stunden vor Ort versorgt: Tag und Nacht ist rund um die Uhr ein ambulanter Betreuungs- und Pflegedienst in der Wohngemeinschaft tätig.
  • Bewährtes Know-how: Unser Konzept ist seit Jahren erfolgreich praxiserprobt und wissenschaftlich fundiert.
  • Die Lösung vor Ort: Wohngemeinschaften für Demenz und Pflege werden als zukunftsweisende Antwort auf den lang geforderten Strukturwandel in der Pflege vom Freistaat Bayern ausdrücklich gefördert. Wir sehen Wohngemeinschaften nicht als Konkurrenz zu stationären Einrichtungen, sondern viel mehr als Baustein in einem intelligenten Angebotsmix – besonders für den ländlichen Raum. 
  • Optimales Kosten-Nutzen-Verhältnis: Die MARO errichtet und vermietet die Wohngemeinschaften nach genossenschaftlichen Kriterien. Kurz: Es geht um das Wohlbefinden der Bewohner und nicht um Gewinn: Deshalb bleiben die Kosten trotz der umfassenden Betreuungsleistungen im Rahmen von spezialisierten Demenz-Stationen.

Film aus der Demenz-Wohngemeinschaft „Josef“ in Weilheim

Bericht der Angehörigen aus der Demenz-Wohngemeinschaft „Josef“ in Weilheim.
Verschaffen Sie sich einen ersten Eindruck. Lassen Sie sich vom Gremium, das die pflegenden Angehörigen bilden, Einblicke in den Lebensalltag der Wohngemeinschaft geben.

Gemeinschaftsessen in Demenz-Wohngemeinschaft in Weilheim.
–– Gemeinschaftsessen, Weilheim

Häufig gestellte Fragen zu MARO Demenz- und Pflege-Wohngemeinschaften

Demenz- und Pflege-Wohngemeinschaften bilden eine innovative Wohnform zwischen häuslicher Betreuung und stationärem Pflegeheim. Das Leben der Bewohner orientiert sich so nah wie möglich an einem „normalen“ Alltag. Sie verrichten alltägliche Aufgaben wie z.B. Gemüse waschen oder den Tisch decken und erhalten sich dadurch wichtige Kompetenzen. Verhaltensauffälligkeiten treten seltener auf als in Pflegeheimen.

Angehörige vermeiden eine Überforderung durch eine eigene häusliche Pflege, können sich jedoch jederzeit in den Alltag der Wohngemeinschaft einbringen. Bei den Pflegekräften sinkt das Risiko eines „Burn-Out“, denn sie werden maximal 30 Stunden pro Woche eingesetzt. Mehr noch, es bleibt Zeit für die Dinge, die einen Tag lebenswert machen, wie Menschlichkeit und persönliche Ansprache.

Beim Aufbau von Projekten dieser Wohnform orientierten wir uns an einem praxiserprobten und wissenschaftlich fundierten Wohn- und Betreuungskonzept:

  • Jede Wohngemeinschaft hat maximal 10 Bewohnerinnen und Bewohner
  • Barrierefreie, an den speziellen Bedürfnissen der Bewohner orientierte Architektur
  • Gemeinsame Wohnküche, Wohnzimmer und Gemeinschaftsräume
  • Wohnen nah am Wohnort und in überschaubarer, vertrauter Umgebung
  • Alltagsnahe Gestaltung des Gemeinschaftslebens mit der Möglichkeit, Aufgaben zu übernehmen und an gemeinsamen Unternehmungen teilzunehmen
  • Hohe Anzahl von gleichzeitig 2 bis 4 Betreuungs-, Pflege und Hauswirtschaftskräften
  • Rund um die Uhr Betreuung und Pflege an 24 Stunden / 7 Tagen die Woche durch einen ambulanten Pflegedienst bzw. Dienstleister
  • Transparente Kosten – keine teuren Verwaltungsgebühren

Die Mieter bzw. ein vertretungsberechtigter Angehöriger sind Mitglieder im sog. Angehörigen-Gremium. Als Mitglieder dieses Gremiums entscheiden sie über alle Angelegenheiten des Gemeinschaftslebens (z.B. über Art und Umfang der Betreuung, die Personalqualität oder die Auswahl neuer Mieter). Die Arbeit des Angehörigen-Gremiums erhält die hohe Lebensqualität und sichert die Kostentransparenz der Wohngemeinschaft: Jeder kann nachvollziehen, wofür wie viel Geld ausgegeben wird. Das Zusammenwachsen der Wohngemeinschaft wird durch eine externe Moderation unterstützt, die in regelmäßigen Abständen mit den Angehörigen und Bewohnern zusammentrifft.
Pflegeleistungen werden von den Bewohnern individuell gebucht und durch einen frei wählbaren ambulanten Pflegedienst geleistet.

Die Wohngemeinschaft engagiert darüber hinaus einen Dienstleister, der sich um die Hauswirtschaft und die 24-stündige Betreuung der Wohngemeinschaft kümmert. Auch die Einbindung von ehrenamtlichen Helfern ist gewünscht. Wichtig zu wissen: die Genossenschaft ist ausschließlich Bauherr und Vermieter – sie fungiert nicht als „Betreiber“ der Wohngemeinschaft. Alle wichtigen Entscheidungen zu Betreuung, Pflege, Personalqualität und Alltagsgestaltung treffen die Angehörigen, die sich zu diesem Zweck in einem sog. Angehörigen-Gremium organisieren.

Grundsätzlich gilt: Das Leben in der Gemeinschaft gelingt am besten, wenn die Beteiligten offen für das Zusammenleben mit anderen sind.

Die Wohngemeinschaften der MARO eignen sich darüber hinaus besonders für Menschen

  • mit anerkanntem Pflegegrad mit Demenz
  • mit dem Bedürfnis nach einem gemeinschaftlich gestalteten Alltag – ohne die starren Abläufe klassischer Heimbetriebe
  • mit Interesse am Leben in einer Gemeinschaft und Offenheit für ein neues Wohnumfeld

Angehörige sollten die Bereitschaft mitbringen, diese selbst bestimmte Wohnform durch eigene Impulse und regelmäßiges Engagement aktiv zu gestalten. Hierzu kann es von Vorteil sein, wenn die Angehörigen in näherer Umgebung zur Wohngemeinschaft wohnen.

Die MARO plant, errichtet und vermietet die Demenz- und Pflege-Wohngemeinschaften nach genossenschaftlichen Kriterien. So können wir sicherstellen, dass die Wohngemeinschaften in den Händen einer engagierten Anlegergemeinschaft liegen, der es um das Wohlbefinden der Mieter und nicht den gesteigerten Profit geht. Das Eigenkapital für unsere Wohngemeinschaften wird vollständig durch Anlegerinnen und Anleger eingebracht, die entsprechend Anteile an der Genossenschaft erwerben. Die Mieter entrichten eine monatliche Miete. Das folgende Beispiel zeigt die Kosten der Bewohner im Überblick: Zuschüsse für niederschwellige Angebote und die Versorgung in einer Wohngruppe reduzieren den persönlichen Eigenanteil entsprechend. Sollten die finanziellen Mittel nicht (mehr) ausreichen, so kann Sozialhilfe beantragt werden.Für Mieter mit geringerem Einkommen greift die Wohnraumförderung des Landratsamtes.

Unsere Wohngemeinschaften werden nach einem Personalschlüssel betreut, der deutlich über dem von (Demenz-)Stationen in Pflegeheimen liegt. Bei einer Belegung von zehn Mietern kümmern sich beispielsweise zwei bis drei speziell ausgebildete Betreuungs- und Pflegekräfte gleichzeitig um eine aktive Alltagsgestaltung – an sieben Tagen in der Woche. Nachts ist eine Präsenz- oder Pflegekraft für die Wohnungsgemeinschaft verantwortlich. Dennoch bewegen sich die Kosten in einer Demenz- und Pflege-Wohngemeinschaft im Rahmen der Kosten in einem Pflegeheim bzw. einer spezialisierten Demenz-Station.
Anders als in großen Einrichtungen ist kein Verwaltungsapparat zu finanzieren. Auch können Betreuungs- und Pflegeleistungen sehr bedarfsgerecht vereinbart werden. Die Angehörigen bestimmen über alle Ausgaben der Wohngemeinschaft und halten so die Kosten transparent und in einem verträglichen Bereich. Wie auch in genossenschaftlichen Wohnungen wird der Mietzins stets an den Selbstkosten orientiert – es müssen also keine investorengesteuerten Gewinnvorstellungen „einkalkuliert“ werden.

In der Wohngemeinschaft gibt es keinen „Betreiber“. Bewohner und Angehörige haben deutlich mehr Mitwirkungsmöglichkeiten als in klassischen Pflegebetrieben.
Das Angehörigen-Gremium trifft alle wesentlichen Entscheidungen, z.B. welcher ambulante Pflegedienst in welchem Umfang pflegerische Leistungen erbringt. Oder auch, was gekocht wird, wie der Gemeinschaftsraum eingerichtet ist oder in welchem Umfang ehrenamtliche Helfer mit den Mietern z.B. musizieren, basteln, spazieren gehen. Wie viel eigene Zeit und Arbeit Sie selbst einbringen möchten, hängt von Ihnen und den Beschlüssen im Angehörigengremium ab.
In manchen Wohngemeinschaften sind die Angehörigen sehr aktiv und engagieren sich mehrmals pro Woche z.B. in der Pflege des Gartens, bei der Vorbereitung von Festen oder bei einem Ausflug. In anderen Wohngemeinschaften halten sich die Angehörigen stärker zurück und geben mehr Aufgaben an den Betreuungs- und Pflegedienst ab. Wohngemeinschaften sollen Sie entlasten und Ihnen Freiräume aus dem Betreuungs- und Pflegealltag schenken, damit wertvolle persönliche Aktivitäten wieder einen Platz finden. Wichtig in allen Fällen ist, dass Sie die Sitzungen des Angehörigengremiums besuchen (etwa alle 6 Wochen) und dort aktiv mitentscheiden und Verantwortung übernehmen.

Nein. Der Bewohner muss selbst Mitglied sein. Der Mietvertrag muss vom Bewohner selbst bzw. in seinem Namen unterzeichnet werden. Eine rechtzeitige Vorsorge wird empfohlen: Die Dauer der Mitgliedschaft ist eines unserer Vergabekriterien. Durch eine frühzeitige Mitgliedschaft können bessere Chancen auf einen Wohngemeinschafts-Platz gesichert werden.

Bei der Vergabe von WG-Plätzen gehen wir objektiv nach unseren Vergaberichtlinien vor. In einer Vergabesitzung werden alle Interessensbekundungen gesichtet und dann nach Kriterien geordnet. Die beiden wichtigsten Kriterien sind örtliche Verbundenheit und Dauer der Mitgliedschaft. Die Höhe der Genossenschaftsanteile spielt dagegen keine Rolle.

Wir empfehlen eine frühzeitige Interessensbekundung. Nicht immer ist sofort ein freier Platz verfügbar. Sollten Sie also einen langsam wachsenden Bedarf erkennen, können Sie sich gerne bei uns melden und sich vormerken lassen.

Gerade nicht. Die Wohngemeinschaft ist ein Ort, an dem jeder Mieter nicht nur alt werden, sondern auch bei schwerer Pflegebedürftigkeit bleiben darf. Das Konzept der WG sieht ausdrücklich den Verbleib bis zum Tode vor.

In Bayern unterliegen Wohngemeinschaften nicht der Heimgesetzgebung. Das Bayerische „Pflege- und Wohnqualitätsgesetz“ (PfleWoqG) nimmt seit 2008 die Wohngemeinschaften ausdrücklich von der Heimgesetzgebung aus und unterstellt sie einer eigenen, stark an den Bewohnern und Angehörigen ausgerichteten Regelung.
Eine jährliche Qualitätsprüfung erfolgt durch die staatlichen Fachstellen für Pflege- und Behinderteneinrichtungen – Qualitätsentwicklung und Aufsicht (kurz: FQA). Der Betreuungs- und Pflegedienst wird zusätzlich vom MDK (medizinischer Dienst der Kassen) geprüft.
Das Angehörigen-Gremium hat zudem das Recht, Qualitätskriterien wie zum Beispiel die regelmäßige Schulung der Betreuungs- und Pflegekräfte, Qualifikation, Sprachkenntnisse, therapeutische Ausbildungen etc. festzulegen.

Der Unterschied zum sog. Betreuten Wohnen besteht vor allem darin, dass an jedem Tag 24 Stunden lang Betreuungs- und Pflegekräfte für die Mieter da sind. Sie werden speziell für die Aufgaben in Wohngemeinschaften weitergebildet und gestalten den Alltag der Mieter aktiv mit.
In den Wohngemeinschaften werden alle Angebote vom Gremium organisiert – Sie müssen also keine zusätzliche Dienstleistungspauschale (meist 150-200 € pro Monat) für eine Servicestelle bezahlen. Und anders als im Pflegeheim werden in den Wohngemeinschaften die Wünsche und Bedürfnisse der Mieter und Angehörigen viel stärker in den Mittelpunkt gestellt.