MARO in der Pandemie: Ungewohnter Abstand und ein neues Büro im Wartestand

 

von Jutta Baltes

Im neuen Büro in der Augustenstraße sind Stühle nicht besetzt, Schreibtische verwaist, und manche Kisten waren nach dem Umzug auch längst nicht so schnell ausgepackt, wie es geplant war. Und auch sonst wird hier und da ein wenig improvisiert: Coronazeit bei der MARO.

Martin Okrslar stöhnt. Er ist zur Zeit nur im Homeoffice und auch nach einigen Wochen noch nicht richtig daran gewöhnt. „Es ist furchtbar“, sagt er. „Es liegt ganz bestimmt nicht an der Familie, aber es fehlt das Zwischenmenschliche – Leute, die einem beim Fluchen zuhören!“ 

Aber auch für ihn geht Gesundheit vor, seine eigene und auch die seiner Kolleginnen und Kollegen. Immerhin kann vieles auf elektronischem Weg erledigt und geklärt werden. Bei wichtigen Terminen wie den Wohnungsübergaben in Penzberg und Buch am Erlbach war er natürlich vor Ort. 

Homeoffice und seltene Stippvisiten im Büro

Und ganz nebenbei konnte er am heimischen Schreibtisch verschiedene Programme testen, mit denen sich größere Konferenzen digital abhalten lassen. So hat die MARO auch für die verschobene Generalversammlung eine technische Lösung in petto – falls sie überhaupt gebraucht wird. 

Auch Vorstandskollegin Manuela Jooß war in den Wochen seit der Ausbreitung des Virus viel seltener im Büro anzutreffen als sonst, obwohl sie schon immer einige Tage pro Woche im Homeoffice arbeitet. Dennoch fehlen ihr die Besuche in München, denn „einige Abläufe mussten grundlegend neu strukturiert werden“. 

Im neuen Münchner Büro in der Augustenstraße hat Ingrid Scheidecker über mehrere Wochen mehr oder weniger alleine die Stellung gehalten. Sie nahm Anrufe entgegen und beantwortete Anfragen, leitete Nachrichten weiter und brachte vor allem die richtigen Gesprächspartner zusammen. 

Manchmal kam auch mal jemand vorbei – und das war wegen der Abstandsregeln dann auch nicht immer einfach. Etwa wenn man sich mal schnell etwas am Bildschirm zeigen wollte: „Ich bin einfach die Nähe gewöhnt und musste bei mir erst ein neues Bewusstsein schaffen.“ 

Seit die Kontaktbeschränkungen gelockert wurden, füllt sich auch das neue Büro wieder. Jedenfalls ab und zu – aber natürlich immer mit dem gebotenen Abstand. 

Eins ist jedoch klar: Ob Home-Office oder Büroschreibtisch – Stillstand gab es bei der MARO zu keiner Zeit. Und Langeweile schon gar nicht. Martin Okrslar: „Es gab und gibt natürlich wie immer eine Menge zu tun. Daran hat sich nichts geändert.“ 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.