Vorweihnachtszeit in den MARO-Häusern

Backen, Kochen Musizieren – und zusammen sein

von Jutta Baltes, 22.12.2022

Advent und Fußball – dass das in diesem Jahr zusammenpasste, hielt der Fotograf aus Unterhaching fest

Das pure Konzept des „Miteinander“, das schon im Namen der MARO steckt, mit Leben füllen: Das meistern alle – Alleinstehende, Ehepaare und Familien, Jüngere und Ältere – , die in einem MARO-Projekt wohnen. Und zwar jeden Tag aufs Neue – und auch oder vielleicht sogar besonders augenfällig in der Vorweihnachtszeit. Da wird zusammen gebacken und musiziert, vorgelesen, gekocht und natürlich gefeiert, es gibt Fenster-Adventskalender zum Vorbeiflanieren und Wichteleien – und noch so viele Ideen mehr. 

Wie vielfältig und schön anzusehen das lebendige Miteinander ist, wollen wir hier zeigen. Mit den schönen Bildern wünscht das ganze MARO-Team allen Leserinnen und Lesern gesunde, fröhliche und erfüllte Weihnachtstage!

Reiches Leckereien-Buffet in Buch am Erlbach

Natürlich gehören Essen und Genuss zur Vorweihnachtszeit, und die Hausgemeinschaften legten sich – wie hier in Buch am Erlbach – vielerorts ins Zeug, um köstliche Büffets auf die sich fast biegenden Tische zu bringen. Klar, dass sich bei solchem Angebot auch überall ausführlich feiern und plaudern ließ. 

Musikalischer Advent mit Hausmusik

Musik und Advent gehören zusammen, oder nicht? Aber nicht nur aus Lautsprechern war sie in den Gemeinschaftsräumen der MARO-Häuser zu hören – sondern ganz live und in echt.

In Windach etwa gab es im Gemeinschaftsraum, das sich zum „Advents-Café“ wandelte, ein kleines Konzert mit Veeh-Harfen und Blockflöten. In Prien besorgte die Hausgemeinschaft extra Liederhefte für den Gemeinschaftsraum, und so wurde das allabendliche Singen mit den Kindern zum festen Advents-Ritual. Die Adventslieder durften sich die Kinder übrigens aussuchen – und sie sangen auch fleißig mit. Und wer gerade dabei ist, ein Instrument zu lernen, durfte sogar sein eigenes kleines Adventskonzert zum Besten geben. 

Geschichten sind immer toll – aber besonders im Advent

Doch die Musik war in Prien längst nicht alles: Denn für die 24 Kinder, die im MARO-Projekt und in den angrenzenden Reihenhäusern wohnen, gab’s auch noch jeden Abend eine Geschichte, vorgelesen von einer Bewohnerin des Projekts – und wie man sieht, wurde das Angebot gerne angenommen.

24 Kinder und 24 Adventstage – das animierte die Hausgemeinschaft zu der Idee, jedem Kind seinen eigenen „Adventskalendertag“ zu geben. Im zugehörigen Säckchen war natürlich eine Kleinigkeit versteckt.

Viele Ideen für das Miteinander: Festgehalten im Gemeinschaftsraum

Und die Erwachsenen? Sie machten an den Adventssamstagen Feuer in der Feuerschale, trafen sich zu Punsch und Leckereien und am vierten Adventssonntag zu einem ausgiebigen Brunch – inklusive Wichteln für alle.

Dass sehr eifrig auch gemalt wurde, zeigt die bunte Wand im Gemeinschaftsraum. Einige der bunten Kunstwerke finden sich auch hier in der Bilder-Auswahl.

Schnee! Für die Kinder in Buch am Erlbach war das auch schon ein kleines bisschen wie Bescherung

Andernorts freuten sich die Kinder über den frisch gefallenen Schnee, während ihre Eltern es sich im Gemeinschaftsraum gemütlich machten. Das Foto entstand in Buch am Erlbach am dritten Adventssonntag.

Leider ist die weiße Pracht nicht geblieben. Aufs Schlittenfahren müssen wohl die meisten Kinder an den Festtagen verzichten.

Fleißige Hände beim Kränzebinden

Ein Advent ohne Kränze: Gibt’s natürlich nicht! So haben sich in Peiting Bewohnerinnen ans Werk gemacht und gleich vier an der Zahl gebunden und weihnachtlich dekoriert. Zwei davon schmücken nun die Außenfassade des Projekts.

In Unterhaching wohnen ebenfalls eifrige Bastler*innen, die sich bei Punsch und Plätzchen zum Kranzbinden trafen. Einer der Kränze wurde verschenkt. Er sorgt seitdem in der Demenz-Wohngemeinschaft im Haus für weihnachtliche Stimmung.

„Von drauß vom Walde komm ich her…“: Der Unterhachinger Nikolaus besuchte die Demenz-Wohngemeinschaft

Auch der Nikolaus wohnt gleich nebenan. Zumindest dieser hier, der die Bewohnerinnen und Bewohner in der Demenz-Wohngemeinschaft in Unterhaching besuchte. Er kam nicht „von drauß vom Walde her“, sondern wohnt selbst im „Biberbau“ und hatte nur ein paar Schritte zu gehen. Er verteilte kleine Geschenke, las aus dem „goldenen Buch“ und sang Weihnachtslieder.

„Alle haben kräftig mitgesungen“ – das ist verbrieft: Der Nikolaus höchstpersönlich hat es hier verraten!

Schon sowas wie eine Tradition: Adventsfenster im Lockdown und heute

Wie ein Haus zu einem begehbaren Adventskalender werden kann, bewiesen die Penzberger nun schon zum wiederholten Mal. In der Not des Corona-Lockdowns geboren, gehören die Adventskalender-Fenster hier nun in’s vorweihnachtliche Repertoire. Jeden Tag leuchtet noch bis Weihnachten ein anderes Fenster auf und kann vom Laubengang aus bewundert werden. Manchmal gab’s auch Leckereien dazu – und einen Ratsch unter Nachbar*innen auch. 

Zum Schluss muss noch unbedingt erwähnt werden: Manchmal wird die Advents-Feier im Gemeinschaftsraum auch anderen Aktivitäten „geopfert“. So geschehen in Unterwössen, wo ein Teil der Hausgemeinschaft zum Schein der vier Kerzen keine Plätzchen knabberte, sondern sich lieber dem Fußball-Fieber vor dem Fernseher hingab. Natürlich waren aber die Nicht-Fußball-Gucker*innen auch im Achental nicht um einen Einfall verlegen: Sie wanderten los und holten sich die gemeinsame Vorweihnachtsfreude halt vom Weihnachtsmarkt.

So. Ab heute nur noch zweimal schlafen: Schöne Weihnachten!

Die Krippe mit Jesuskind, Maria und Josef und der Weihnachtsmann, der mit dem Traktor durch’s Land zieht, haben Kinder aus Prien aufs Papier gebracht.

 

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