–– Genossenschaftsmodell

Das Genossenschaftsmodell
Die Gemeinschaft macht mehr möglich

Eine Genossenschaft definiert sich als Zusammenschluss von Gleichgesinnten, deren Ziel die gegenseitige wirtschaftliche und soziale Förderung ihrer Mitglieder durch ein gemeinschaftliches Handlungsfeld ist.
Die Grundidee der Genossenschaft liegt in der Selbsthilfe ihrer Mitglieder. Was einer allein (finanziell, organisatorisch) oft nicht schaffen kann, schafft die Gemeinschaft. Dabei soll jedoch nicht ein Einzelner, z.B. der Geldgeber, profitieren, sondern alle Beteiligten. Im Gegensatz zu anderen Rechtsformen ist in der Genossenschaft jedes Mitglied immer auch Mit-Eigentümer. Durch diese gegenseitige soziale und wirtschaftliche Förderung kann eine tragfähige und nachhaltige Balance zu Gunsten aller entstehen. Zwar müssen auch Genossenschaften Gewinne realisieren, um z.B. eine Dividende an ihre Geldanleger auszuzahlen, doch steht dabei stets der genossenschaftliche Förderzweck im Mittelpunkt.

Korrekt geführt, streng kontrolliert

Geführt wird eine Genossenschaft durch den Vorstand, kontrolliert vom Aufsichtsrat. Diese von den Mitgliedern gewählten Repräsentanten überwachen den Geschäftsbetrieb. Grundsätzliche Entscheidungen, z.B. zur Gewinnverwendung, werden von allen Mitgliedern der Mitgliederversammlung getroffen. Um unverhältnismäßigen Einflüssen einzelner Mitglieder oder Geldgeber vorzubeugen, hat jedes Mitglied genau eine, den anderen gleichgewichtete, Stimme.

Gerade in Wohnbaugenossenschaften erwirtschaftet diese Gemeinschaft schon nach wenigen Jahren ein Millionenvermögen durch Immobilien, Kapitaleinlagen, gesetzlichen Rücklagen. Daher muss jede Genossenschaft einem gesetzlichen Prüfungsverband angehören, z.B. dem VdW Bayern. Eine jährliche Prüfung unterstützt die Mitglieder beim soliden Wirtschaften, der Einhaltung der gegenseitigen Förderung, rechtlichen und steuerlichen Fragestellungen und der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung. Diese Verpflichtung macht Genossenschaften seit jeher zu einer der sichersten Rechtsformen hinsichtlich Langfristigkeit, Insolvenzschutz und Anlegerschutz.

U.a. Bürgermeister Stefan Schelle und Jürgen Hoerner, Vorsitzender Alzheimer Gesellschaft. Spatenstich in Oberhaching.
–– Spatenstich Oberhaching

Mitmachen
Mitglied werden. Zukunft gestalten.

Die werteorientierte Philosophie der MARO entspricht dem Verständnis von einer Gesellschaft, die sich am Gemeinwohl orientiert und das menschliche Miteinander über bloßes Profitdenken stellt. Wenn Sie diesen Wert mit uns teilen, laden wir Sie herzlich dazu ein, Mitglied zu werden.

Ihre Mitgliedschaft in der MARO Genossenschaft bietet Ihnen viele Vorzüge:

  • Bewerben Sie sich jetzt oder zu einem späteren Zeitpunkt auf Ihr Wunschprojekt im nachbarschaftlichen Mehrgenerationen-Wohnen.
  • Sichern Sie Ihre Mitsprache- und Mitbestimmungsrechte bei Betreuung und Pflege in unseren Demenz- und Pflege-Wohngemeinschaft oder treffen Sie frühzeitig Vorsorge für Ihre Angehörigen.
  • Investieren Sie in eine Geldanlage mit hohem sozialem Wert und einer fairen Dividende.

Vorstand Martin Okrslar, Bürgermeister xy und xy beim Spatenstich der Demenz-Wohngemeinschaft in Oberhaching.
–– MARO Team-Workshop

Rechtzeitig investieren und zum richtigen Zeitpunkt partizipieren

Ihre Mitgliedschaft wirkt vom ersten Tag an, egal ob Sie sich für ein aktuelles Wohnprojekt interessieren, oder Ihre Wohnsituation in weiterer Zukunft verändern möchten. Sie fixieren Ihre Mitgliedschaft mit einer überschaubaren finanziellen Vorleistung und nutzen so die Möglichkeit, sich oder einen Angehörigen vormerken zu lassen. Dadurch verschaffen Sie sich einen großen Vorteil. Die Dauer der Mitgliedschaft ist neben dem örtlichen Bezug ein mitentscheidender Faktor bei der Wohnungsvergabe – in Zeiten rasch anwachsender Wartelisten bei herkömmlichen Wohnungsbaugesellschaften ein wichtiges Argument.

Gleichzeitig setzen Sie mit Ihrer Mitgliedschaft ein deutliches Zeichen für unsere Idee einer lebendigen Gemeinschaft und stärken die Finanz- und Handlungskraft der Genossenschaft: Je breiter unsere Mitgliederbasis ist, umso mehr können wir für das Gemeinwohl bewirken!

So werden Sie Mitglied

Mitmachen ist unkompliziert und bezahlbar: Beim Eintritt in die Genossenschaft zeichnen neue Mitglieder drei sogenannte „Mitgliedsanteile” im Wert von zusammen 1.500 Euro, die in das Eigenkapital der Genossenschaft eingehen. Diese 1.500 Euro werden bei Austritt nach dem in der Satzung festgelegten Zeitraum rückerstattet.
Wenn eine für Sie passende Wohnung fertiggestellt oder neu vergeben wird, zeichnen Sie weitere sogenannte „wohnungsbezogenen Pflichtanteile“. Die Höhe der wohnungsbezogenen Pflichtanteile fällt je nach Projekttyp, Größe und Zuschnitt der Wohnung unterschiedlich aus. Wenn gewünscht, fördert die KfW-Bank den Erwerb von wohnungsbezogenen Pflichtanteilen (KfW Programm 134).

Alle für eine Mitgliedschaft nötigen Informationen und Dokumente finden Sie hier zum Download:

Rechte und Pflichten der Mitglieder

Die Genossenschaft gilt als eine sehr demokratisch geprägte Rechtsform. So werden die Mitglieder auch außerhalb der jährlichen Mitgliederversammlung in das aktuelle Genossenschaftsgeschehen einbezogen und verfügen über eine Vielzahl von Rechten.

Zum Beispiel

  • die Wahl des Aufsichtsrates, welcher den Vorstand bestellt
  • ein umfassendes Auskunftsrecht
  • das Recht, jederzeit Einsicht in die Bilanz, die Anmerkungen des Aufsichtsrates und den Prüfbericht des Genossenschaftsverbandes zu nehmen

Die wichtigste Pflicht der Mitglieder ist, „die Belange der Gesamtheit der Mitglieder im Rahmen der genossenschaftlichen Treuepflicht angemessen zu berücksichtigen“ (Auszug aus dem Genossenschaftsgesetz) und – bei Wohnnutzung – ihre monatliche Miete zu entrichten. Darüber hinaus müssen die Genossenschaftsanteile bezahlt werden.