Demenz-Wohngemeinschaft in Oberhaching.
–– Demenz-WG Oberhaching

Bei Interesse und Fragen rufen Sie uns an:

Frau Vlasta Beck
0 88 41 / 4 85 48 14
v.beck@maro-genossenschaft.de

Ambulant betreute Demenz-Wohngemeinschaft Oberhaching, „Am Kyberg“

Die Gemeinde Oberhaching unterstützt die Idee der Demenz-Wohngemeinschaften und stellte dem Projekt für Oberhachinger Bürger ein Grundstück zu sehr günstigen Konditionen bereit. Damit entstand ein weiterer wichtiger Baustein im Angebot für Demenz-Erkrankte, neben der Versorgung zu Hause und der stationären Unterbringung.
Auf dem Grundstück an der Kybergstraße/ Innerer Stockweg entstand so eine Wohngemeinschaft für an Demenz erkrankte Menschen mit neun Bewohnern-Plätzen. Die Demenz-Wohngemeinschaft ist Teil des Einheimischen-Modells in der Kybergstraße. Neben der Demenz-Wohngemeinschaft sind in dem Gebäude die Räumlichkeiten der Nachbarschaftshilfe sowie gemeindliche Mietwohnungen untergebracht.
Die Alzheimer Gesellschaft engagierte sich als gemeinnütziger Verein für Demenz-spezifische Versorgung von Demenz-Patienten und deren Angehörigen. Sie hat zusammen mit MARO zwei Demenz-Wohngemeinschaften in Ottobrunn initiiert.


Lage

Die Lage an der Kybergstraße in Oberhaching ist sehr günstig: die S-Bahn sowie die Einkaufsstraße „Bahnhofstraße“ sind nur 600 Meter entfernt und in acht Minuten zu Fuß zu erreichen. Zusätzlich gibt es die Haltestelle „St. Rita-Weg“ eines MVV Busses direkt am Grundstück.
Nahe gelegene Wiesen und Wege laden zu Spaziergängen in Richtung Furth oder der Kugler Alm ein.

Gemeinschaftsraum der Demenz-WG in Oberhaching.
–– WG-Gemeinschaftsraum in Oberhaching

Weitere Informationen zum Projekt Oberhaching

9 Einzelzimmer mit Bad, Gesamtfläche ca. 20 qm
Wohnküche, ca. 90 qm
Gemeinschaftsräume: Lagerräume, Waschküche, Gemeinschaftstoilette, ein Gästezimmer, Garten, Parkplätze

In unseren Wohngemeinschaften bieten wir unseren Bewohnern grundsätzlich Einzelzimmer mit Bad. Die Bäder, wie die gesamte Wohngemeinschaft, sind baulich, räumlich und in Bezug auf Orientierung immer auf die Bedürfnisse der an Demenz erkrankten Menschen ausgerichtet.
Die Wohngemeinschaft in Oberhaching bietet zusätzlich ein Gästezimmer ohne Bad an. So können Besucher über Nacht bleiben. Angehörige nutzen das Zimmer gerne zu Beginn des Einzugs, um den Betroffenen anfangs in der Nacht zu begleiten. Dies bietet für beide Parteien einen sanften Übergang in die Wohngemeinschaft.

Die Gemeinde Oberhaching setzte sich für seine Bürger in besonderer Weise ein: kommt ein Bewohner oder pflegender Angehöriger der Wohngemeinschaft Oberhaching aus dem Ort, so wird das belegte Zimmer von der Gemeinde mit 80,- € bezuschusst.

Juni 2016: Spatenstich und Baubeginn
April 2017: Richtfest
Januar 2018: Fertigstellung und Einzug

Unsere Demenz-und Pflege-Wohngemeinschaften sind genossenschaftliche Mietwohnungen.
Da in der Pflege-und Demenz-WG keine Wohnungs-Pflichtanteile zu entrichten sind, ist die Genossenschaft hier mit den Mitgliedsanteilen der Mieter von 3 Anteilen á 500€ pro Person vor einem Ausfall der Mieten geschützt.
Ob die Voraussetzungen für eine Förderung gegeben sind erfahren Sie in der Förderübersicht. Für eine persönliche Beratung wenden Sie sich an ihr Landratsamt.
Hier finden Sie den Grundriss.

Die Wohngemeinschaften entstehen im Genossenschaftsmodell. Das bedeutet:

  • Wohnraum auf Lebenszeit
  • langfristig stabile Mieten
  • Bewohner-und/oder Angehörigen-Beteiligung bei Bewirtschaftung
  • Entscheidungs- und Mitspracherecht im Rahmen des Gremiums der Selbstbestimmung

Allgemeine Vergabekriterien
Die nachfolgenden Kriterien werden herangezogen, um die Vergabe zu entscheiden.
Die Kriterien sind gewichtet, die Gewichtung entspricht der absteigenden Abfolge.
Die Entscheidung zur Vergabe erfolgt unter einer Gesamtschau aller Kriterien.

  • Örtliche Verbundenheit : Dauer des Wohnsitzes am Ort des Projektes bzw. in der Region, Ort des Arbeitsplatzes des Mitglieds/Angehörigen, erfolgt durch den Umzug eine Familienzusammenführung, Engagement in Vereinen oder anderen Institutionen am Ort des Projektes.
  • Dauer der Mitgliedschaft: Diese wird durch die Nummer des Mitglieds in der Mitgliederliste bestimmt.
  • Zusammensetzung der Wohngemeinschaft
  • Dringlichkeit: sowohl unvorhergesehene Ereignisse, die zu akuten Schwierigkeiten führen, als auch planbarer Bedarf, der aus bekannten Umständen entsteht.

Die Genossenschaft pflegt für jede Wohngemeinschaft eine Anwärterliste; die Vergabe wird zuerst unter den Mitgliedern durchgeführt, die auf der Anwärterliste stehen. Finden sich unter diesen Mitgliedern keine Mieter, so kann die Vergabe an alle Mitglieder der Genossenschaft erfolgen, also auch an jene, die nicht auf der Anwärterliste stehen. Erst im Anschluss erfolgt die Werbung um bzw. Vergabe an Personen, die noch nicht Mitglied in der Genossenschaft sind.

Demenz-Wohngemeinschaften sind eine neue Wohnform, bei der die Angehörigen die Kontrolle und Verantwortung behalten. Sie bilden dazu ein Gremium. Die Menschen mit Demenz leben als Mieter in einer Gruppe von 9 oder 10 Personen – sie ist ihr „neues Zuhause“.
Dieses Gremium trägt die Verantwortung für das Gelingen der Wohngemeinschaft. So übernehmen sie die Planung, Gestaltung und Auswahl von Dienstleistern.In regelmäßigen Sitzungen, unterstützt durch eine erfahrene Moderation, werden alle notwendigen Tätigkeiten, der Tagesablauf, die Ernährung, Betreuung und Pflege, etc. besprochen, verhandelt, beschlossen und für dessen Umsetzung gesorgt. Eventuelle weitere Dienstleister werden beauftragt. Dieser „normale“ Alltag berücksichtigt die speziellen Bedürfnisse, Biographien, Vorlieben der Mieter und soll ein Leben „wie zu Hause“ ermöglichen. Selbstverständlich können die Mieter auch bei steigendem Pflegebedarf Teil der Gemeinschaft bleiben und bis zu Ihrem Tode in der WG wohnen.

Die Demenz-Wohngemeinschaft ist mit Leben gefüllt.