Rosenheim

Grundstücksvertrag für Modellprojekt unterzeichnet

von Jutta Baltes

Beim Notar: Stiftungsvorstand Manfred Reißner und MARO-Vorständin Inge Schmidt-Winkler

Mit der ersten ambulant betreuten Wohngemeinschaft für Menschen mit geistiger Behinderung und demenzieller Erkrankung in Bayern beschreitet die MARO neue Wege.

Durch die Unterschrift unter den Erbbaurechtsvertrag besiegelte MARO-Vorständin Inge Schmidt-Winkler eine neue Ära. Die Genossenschaft will am Standort Rosenheim-Happing neue Wege beschreiten: Es ist geplant, das Projekt „Inklusives Wohnen in der Rubensstraße“ zu errichten. 

Die geplanten 1- bis 3-Zimmer-Wohnungen des nachbarschaftlichen Wohnens sollen dabei Menschen im dritten Lebensabschnitt vorbehalten sein. Doch dieses „Wohnen 50plus“ hat eine weitere Besonderheit: 25 Prozent der Wohnungen sind für Männer und Frauen mit (geistiger) Behinderung vorgesehen. 

„Wir wollen Menschen mit Behinderung ein selbstbestimmtes Leben ermöglichen und ein geeignetes Wohnumfeld mit dem nötigen Pflege- und Unterstützungsbedarf schaffen“, sagt Vorständin Inge Schmidt-Winkler. 

Damit das gelingt, wird es im Haus auch eine ambulant betreute Wohngemeinschaft für Menschen mit geistiger Behinderung und demenzieller Erkrankung geben. Eine solche Wohngemeinschaft ist in dieser Form in Bayern bisher einzigartig.

Zehn Plätze sollen in der ambulant betreuten Wohngemeinschaft geschaffen werden, Wohnungen und Wohngemeinschaft werden als Einheit begriffen. Diese ermöglicht, dass Menschen mit unterschiedlichem Betreuungsbedarf selbstbestimmt leben können – natürlich ganz nach dem Konzept der MARO „Miteinander aber richtig organisiert“. 

Eine zentrale Rolle für das Zustandekommen des Projekts spielt die gemeinnützige Emmy Schuster-Holzammer Stiftung aus Rosenheim, die der MARO das Grundstück in Erbpacht überlässt. Die Stiftung kümmert sich um körperlich und geistig behinderte Menschen und betreibt selbst verschiedene Einrichtungen in Rosenheim.

„Wir hatten schon vor Jahren Kontakt“, berichtet Inge Schmidt-Winkler, die sich freut, dass die Stiftung sich bei den vielen Grundstücks-Interessenten für die MARO entschieden hat. „Wir werden eng zusammenarbeiten“, sagt sie, „das Konzept ist für beide spannendes Neuland.“

Auch die Stadt Rosenheim könne von dem geplanten Modellprojekt mit dem Schwerpunkt Inklusion nur profitieren, ist die Vorständin überzeugt. Die bisherigen Gespräche jedenfalls, seien sehr konstruktiv verlaufen: „Man merkt, dass alle an einem Strang ziehen.“

Bis das Konzept wirklich umgesetzt werden kann, müssen noch etliche Stationen – von Baurecht bis Planung  und Vergabe – durchlaufen werden. Aber der erste Schritt ist mit der Unterzeichnung des Grundstücksvertrags nun gemacht!

 

 

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